ROBIJ-Netzwerkanlass – ein grossartiger Abend!

Am 16.09.21 durfte ROBIJ zu seinem 1. Netzwerkanlass einladen, um zum einen allen Partnern und Unterstützern, die zum erfolgreichen Aufbau von ROBIJ in den letzten Jahren beigetragen haben, „Danke“ zu sagen, und zum anderen um Möglichkeit zu bieten Erfahrungen auszutauschen, zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen.

Der Event fand in den Hallen der Scherrer Metec AG statt und war ein voller Erfolg! An die 40 interessierte Besucher konnten zunächst den Lernenden der Scherrer Metec AG zusehen, wie sie mit Präzision und Geschick Werkstücke aus Metal herstellten. Danach erfuhren die Gäste im „offiziellen“ Teil nicht nur in der Vorstellung von „trockenen“ Zahlen, wie sich der Lehrstellen-Markt im Kanton Zürich entwickelt, sondern hörten auch gebannt der Geschichte von Eid zu, einem der mittlerweile vielen jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund, die durch die Unterstützung von ROBIJ und seinen engagierten Partner-Unternehmen einen ersten Fuss in die Berufswelt setzen konnten.

Auf diesen informativen und auch sehr berührenden Teil des Events folgte ein ungezwungenes Beisammensein bei einem Apéro Riche, der vom Restaurant Riedbach zubereitet wurde, das sich ebenfalls in der Ausbildung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund engagiert.

Ein absolut eindrücklicher Abend, der nicht nur gezeigt hat, wieviel durch das Zusammenwirken von unterschiedlichen engagierten Stellen erreicht werden kann, sondern auch dass das erst der Anfang ist – ein herzliches Dankeschön an alle, die gemeinsam mit ROBIJ daran arbeiten, dass auch in Zukunft junge, aus ihren Heimatländern geflüchtete, Menschen eine Chance bekommen!

 

Endlich geschafft!!! Die ROBIJ-Lehrfilme sind online!

Trotz aller widrigen Umstände aufgrund der Corona-Pandemie hat es das engagierte Filmteam mit grossartiger Unterstützung unserer Partner-Unternehmen geschafft die 8 ROBIJ-Lehrfilme fertigzustellen. Die Inhalte, die in den je gut 1 Minute dauernden Filmen thematisiert werden, sind nach intensiven Gesprächen mit den Ausbildungsbetrieben entstanden anhand von Fragestellungen von „was klappt meistens noch nicht wie erwartet zu Beginn der (Schnupper-)lehre?“, „wo braucht es mehr Vorbereitung durch die Jugendlichen vor der (Schnupper-)lehre?“, etc..
Daraus entstanden die folgenden 8 Filme, die nun online auf dem ROBIJ-YouTube-Kanal verfügbar sind, und ganz ohne Sprache auskommen, um unabhängig der Herkunft der Jugendlichen „verständlich“ sind:
 
 
Die ersten Rückmeldungen von Lehrpersonen zu den Filmen sind ausgesprochen positiv – auffallend ist die übereinstimmende Meinung, dass diese Lehrfilme nicht nur für jugendliche Geflüchtete relevant sind, sondern ein ebenso wertvolles Lehrmaterial für alle Jugendlichen auf Lehrstellensuche ist!
 
Dieses Feedback freut uns natürlich riesig und an dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an den RC Zürich-Bellerive für die grosszügige finanzielle Unterstützung bei der Erstellung der Filme.
 
Und nun viel Spass beim Ansehen der Filme!

„Jetzt wird’s bunt“ für Mahdi aus Somalia

„ÜK“ mag so manchem Lehrling eine schlaflose Nacht bereiten, steht es doch für Test’s und Prüfungen absolvieren. Nicht so für Mahdi.
Eifrig und selbstsicher fährt er mit der Malerrolle über die Wand und hat in Sekundenschnelle die Vliestapete auf der Wand in Position gebracht. Gekonnt zieht er den Cutter entlang der Wandkante und entfernt schon wie ein Profi die überstehende Tapete. Dabei hat Mahdi erst im August 2020 seine EBA Ausbildung gestartet. Zusammen mit seiner Lehrmeisterin Frau Beck dürfen wir ihn beim ÜK, dem überbetrieblichen Kurs des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verbands in Wallisellen besuchen. An den prüfenden und strengen Blick seiner Lehrmeisterin hat er sich schon längst gewohnt. Er weiss diesen sehr zu schätzen. Mahdi, welcher 2017 aus seinem Heimatland Somalia floh, wünscht sich nichts sehnlicher als eine solide Berufsausbildung und später als Maler seinen Mann stehen zu dürfen. Bis er dann einmal stolz den EFZ-Abschluss in der Hand halten wird, ist schon noch eine Weile hin. Laut seiner Lehrmeisterin und dem Ausbilder vom ÜK in Wallisellen ist Mahdi aber auf dem besten Wege dorthin.
 
 

Integration at its best!

Eid, ein sympathischer junger Mann aus Afghanistan hat es mit nur dreieinhalb Jahren Aufenthalt in der Schweiz geschafft, eine EFZ-Lehre als Netzelektriker zu starten. Dabei musste er sich Anfang 2016  von den anderen Schülern noch auslachen lassen als er seinen Namen an die Tafel schreiben sollte. Als er dann knapp 2 Jahre später die vorläufige Aufenthaltsbewilligung erhielt, stand es um seine Deutsch -und Schreibkenntnisse schon richtig gut und auch die Integration war via Fussballclub und Schweizer Freunden bereits im vollen Gange. 
Im Januar 2019 nahm Eid für die berufliche Orientierung am ROBIJ Berufserkundungstag bei der Firma Scherrer Metec Ag teil. Im folgenden Film kommt er zu Wort:   www.vimeo.com/446183319
Wie verrückt schrieb Eid im Berufsschuljahr Bewerbungen (ca. 8 Bewerbungen pro Woche) und konnte sage und schreibe bei 25 Firmen schnuppern gehen. Zu guter Letzt war es an ihm, den Lehrbetrieb aussuchen zu können. Einem grossen bekannten Lehrbetrieb im Elektrobereich gab er einen Korb, weil ihm die Mitarbeiter während den Schnuppertagen nicht so freundlich gesonnen war. Entschieden hat er sich stattdessen für die Energie Freiamt AG. „Die waren beim Schnuppern sehr nett und freundlich zu mir.“
Momentan lernt Eid im 2. Lehrjahr. Aufgrund seines sehr guten Notendurchschnitt von 5.5 kommt er ab diesem Lehrjahr in den Genuss von 20% mehr Lehrlingslohn. Ein Kollege gab ihm den Tipp, sich für ein Stipendium zu bewerben. Das bekommt er in wenigen Wochen. Ab Januar 2021 wird Eid auf eigenen Beinen stehen und keine Sozialleistung mehr in Anspruch nehmen müssen. Seinem Traumberuf einmal Polizist zu werden ist er schon ein gutes Stück näher gekommen.  
 

Bedarf an Lehrlingen im Kanton Zürich ist enorm!

Wie auch die NZZ am Sonntag am 28.07.19 berichtete, sind kurz vor Start des Lehrjahrs in der ganzen Schweiz noch an die 12.000 Ausbildungsplätze vakant. Allein im Kanton Zürich konnten 2.263 Stellen nicht besetzt werden – davon 873 allein in der Stadt Zürich. Wir sprechen also von knapp 20% angebotener, nicht genutzter Lehrstellen – und genau da setzt ROBIJ an: eine Brücke zu bauen zwischen Jugendlichen, für die der Zugang zu Ausbildungsstellen aufgrund ihres Flüchtlingsstatus erschwert ist, und Unternehmen, die zu eben diesen potentiellen Auszubildenden auf den üblichen Wegen keinen oder kaum Zugang haben. 

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BPT bei Brauch Transporte

8 Jugendliche bekamen von Rotarier Carl Brauch vom RC Dübendorf eine Einführung in die Geschichte seiner Firma, konnten bei einem Firmenrundgang den hausinternen Transportroboter erleben sowie ausführliche Informationen über die Ausbildung zum Logistiker erhalten. Ein herzliches Dankeschön an Carl Brauch und sein Team!

www.brauch-transporte.ch

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